03. July 2026
FDM 3D-Druck erklärt: Wie aus deiner Datei ein Bauteil wird
Von der STL-Datei bis zum fertigen Druck – ein verständlicher Überblick über den FDM-Prozess, Layer-Höhen und Infill.
FDM steht für Fused Deposition Modeling und ist das mit Abstand verbreitetste 3D-Druckverfahren. Hier erfährst du, wie der Prozess funktioniert – und warum Einstellungen wie Layer-Höhe und Infill den Preis und die Qualität beeinflussen.
Schritt 1: Deine Datei kommt an
Du ludäst eine STL- oder 3MF-Datei in unseren Kalkulator hoch. Die Software analysiert das 3D-Modell und berechnet das Volumen in Kubikzentimetern (cm³). Das Volumen ist die Basis für Materialverbrauch und Druckzeit.
Schritt 2: Slicing – das Modell wird in Schichten zerlegt
Ein Slicer (z.B. Bambu Studio, PrusaSlicer) zerlegt das 3D-Modell in horizontale Schichten. Jede Schicht ist eine "Layer" mit definierter Höhe. Zwei wichtige Parameter:
- Layer-Höhe (0.1 – 0.35 mm): Dünnere Schichten = feinere Oberfläche + längere Druckzeit. Grobe Schichten = schneller + weniger Detail.
- Infill (0 – 100 %): Der Füllgrad im Inneren des Bauteils. 15 % genügt für Deko-Objekte, 40 % für mechanisch belastete Teile. Die Außenschalen (Perimeter) sind immer vollständig gefüllt.
Schritt 3: Der Druck
Der Druckkopf schmilzt das Filament und trägt es schichtweise auf die Druckplatte auf. Bei Bambu Lab Druckern geschieht das mit hoher Geschwindigkeit und sehr präzise. Je nach Bauteil und Einstellungen dauert ein Auftrag zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden.
Schritt 4: Nachbearbeitung
Nach dem Druck wird das Bauteil von der Platte gelöst. Je nach Anforderung können Stützstrukturen entfernt und Oberflächen nachbearbeitet werden.
Wie wird der Preis berechnet?
Unser Kalkulator rechnet transparent: Materialkosten (Volumen × Infill-Anteil × Materialpreis) + Maschinenkosten (Druckzeit × Stundensatz) + Auftragsrustkosten. Du siehst den Preis sofort – ohne versteckte Gebühren.